Thomaskirche Kaltental

© Ev. Thomaskirchengemeinde

Thomaskirche Kaltental

Die Thomaskirche ist ein mächtiges imponierendes Bauwerk, steil aufragend am Hang über Kaltental.

Ev. ThomaskircheSchwarzwaldstraße 770569 Stuttgart S-Süd

Anfahrtskizze zur Thomaskirche: Link auf Google maps

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  • add Der Namensgeber der Thomaskirche

    In der Thomaskirche ist rechts vom Chor die Figur des Jüngers Thomas:

    Thomas gehört zu den nachdenklichen und sensiblen Menschen, die Jesus gefolgt sind. Er spürt stärker den wachsenden Widerstand gegen Jesus. Und er ist bereit mit Jesus zu sterben. Er ist ein Kämpfer, wie Petrus.

    Als Jesus verhaftet und gekreuzigt wird, zieht er sich zurück. Alle seine Hoffnungen sind zerbrochen. Er ist völlig durcheinander. Er weiß nicht wie es weitergehen soll. Er braucht Zeit für sich allein, um im Kopf wieder klar zu kommen. So ist er nicht dabei, als Jesus vom Tod auferstanden im Kreis seiner engsten Vertrauten erscheint. Als sie Thomas begeistert davon berichten, sagt er: "Ich kann's nicht glauben, bevor ich nicht meine Finger in seine Nägelmale gelegt habe!"

    Das nächste Mal, als Jesus den Seinen wieder erscheint, ist auch Thomas dabei. Jesus zeigt seine Wundmale und spricht ihn persönlich an: "Lege deine Finger in meine Male...!" Thomas darf wie ein kleines Kind tasten, um sich zu überzeugen von dem unbegreiflichen Ereignis, dass Jesus der Gekreuzigte, lebt.

    Tastend begreift er, was gedanklich schier unfassbar ist. Diese Erfahrung bringt sein Leben ins Lot. Und er erkennt - mehr mit dem Herzen als mit dem Verstand - dass Jesus Gottes Sohn ist, der auch uns aus dem Tod errettet und unser Leben heil macht. Die tiefsten Dinge im Leben verstehen wir nur mit dem Herzen gut. (Pfarrer Siegfried Kleih)

  • add Die Pfarrer*innen der Thomaskirche
    Pfarrer/in an der Thomaskirche waren:
    Pfarrer/inVonBis
    Richard Göller 19001910
    Theophil Krauß19111934
    Maximilian Koepf19351951
    Walter Bachteler19511974
    Wieland Graef19741983
    Eberhard Hudelmayer19841999
    Siegfried Kleih2000November 2009
    Mirja KüenzlenJuni 2010

     

     

  • add Die Glocken der Thomaskirche

    Die vier Glocken der Thomaskirche sind in den Tönen b, ges, es und des gestimmt und ergeben zusammen einen warmen es-moll-Akkord. Ihr Klang ist nicht nur ein mehr oder weniger beliebiges akustisches Signal, sondern eine liturgisch und musikalisch gehaltvolle Botschaft.
    Ihr Läuten ist integraler Bestandteil der liturgisch-geistlichen Musik im Rahmen der Wortverkündigung und Sakramentserteilung.
    Wichtigste Aufgabe der Glocken ist der Ruf zum Gottesdienst. Sie erklingen nicht nur, um im vollen Geläut den Beginn der Feier einzuläuten, sondern auch schon eine Stunde und ebenso eine halbe Stunde vorher als Vorbereitung dafür.
    Jede Glocke hat aufgrund jahrhundertelanger kirchlicher Tradition ihr eigenes "liturgisches Amt", z.B. für das Vaterunser, für die Taufe.
    Da das christliche Leben nicht nur auf den Sonntag beschränkt ist, rufen die Glocken auch am Werktag zu festgelegter Stunde zum Gebet:

    • Am Morgen um 7 Uhr,
    • mittags um 12 Uhr,
    • zur Todesstunde Christi um 15 Uhr,
    • abends um 19 Uhr (im Sommerhalbjahr 19.30 Uhr).

    Dabei erinnern sie daran, dass es noch etwas Anderes und Höheres gibt als unser gehetztes und vergängliches Erdenleben. Sie erinnern an den Trost des Evangeliums und die Allgegenwart Gottes.
    Der Stunden- und Viertelstundenschlag der Glocken ist mehr historisch bedingt und stammt aus einer Zeit, als der Kirchturm oft die einzige Uhr im Ort beherbergte. Aber auch heute noch ist die Uhrzeitansage vom Kirchturm für viele Gemeindeglieder ein äußerst vertrautes und zum Leben gehöriges
    Zeichen.

    Artikel: Hubert Mohs