Kasualien oder Kasualhandlungen (von lat. casus, der Fall) sind kirchliche Amtshandlungen aus besonderem Anlass, in der Regel zu einem Ereignis von besonderer persönlicher Bedeutung im Lebenslauf eines Menschen. Der Soziologe Arnold van Gennep prägte hierfür den Begriff „rites de passage“ („Schwellenrituale“, Übergangsrituale). Traditionell sind solche Übergangsrituale im Leben Taufe, Konfirmation, kirchliche Trauung und kirchliche Begräbnisfeier.

In Abgrenzung zur Liturgie des Kirchenjahres, die regelmäßig und ohne ausdrückliches Begehren eines oder mehrerer Gläubigen gefeiert wird, kommen die Kasualien aus einem bestimmten Anlass zustande und sind durch diesen bestimmt.

Bei einigen Kasualien, wie der Taufe oder in der katholischen und den orthodoxen Kirchen die kirchliche Trauung, werden Sakramente gespendet bzw. empfangen. Andere, wie die kirchliche Begräbnisfeier, sind nach Lehre der katholischen Kirche Sakramentalien (heilswirksame Zeichen).

Dienste von Geistlichen (z. B. Kasualien wie eine Taufe) werden in manchen römisch-katholischen Diözesen durch eine Stolgebühr vergütet. 

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Kasualien