Die Taufe

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Die Taufe ist die festliche Aufnahme eines Menschen in die christliche Gemeinde.

Gott sagt sein "Ja" zu diesem Menschen und spricht ihm bedingungslos seine Liebe zu. Gleichzeitig spricht auch der Mensch sein "Ja" zu Gott. Bei der Taufe eines Kindes tun dies Eltern, Paten und Gemeinde stellvertretend für das Kind und versprechen, es im christlichen Glauben zu erziehen. Später in der Konfirmation bekräftigen die Jugendlichen selbst ihr Ja zum Glauben an Jesus Christus.

Im Taufgottesdienst schöpft die Pfarrerin oder der Pfarrer etwas Wasser über den Kopf des Täuflings und segnet ihn. Das Ritual geht zurück auf die Taufe Jesu durch Johannes den Täufer, die in der Bibel geschildert wird (Matthäusevangelium 3,13-17). Die Taufe ist ein Sakrament, das alle Christen miteinander verbindet.

  • add Wer kann getauft werden?

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    Weil Gott alle Menschen liebt, kann grundsätzlich jeder Mensch getauft werden.

    Kinder werden von ihren Eltern zur Taufe gebracht. Wenn Sie als Eltern(teil) kein Kirchenmitglied sind, aber dennoch eine evangelische Taufe für Ihr Kind wünschen, ist dies nach einem Gespräch im Regelfall möglich.

    Jugendliche und Erwachsene, die selbst getauft werden wollen, setzen sich direkt mit der Pfarrerin/dem Pfarrer in Verbindung.

    Die Taufe ist im Leben eines Menschen einmalig und unwiderruflich. Eine zweite Taufe ist nicht möglich.

  • add Wann und wo findet die Taufe statt?
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    Die Taufe findet gewöhnlich im Gemeindegottesdienst am Sonntagmorgen in der Thomaskirche oder Dachswaldkirche statt. Mit der Taufe wird der Täufling in die Gemeinde aufgenommen. Es ist daher wünschenswert, dass auch die Gemeinde den Taufgottesdienst mitfeiern kann. Für Terminabsprachen wenden Sie sich bitte an das Gemeindebüro.

    Soll die Taufe in einer anderen Kirchengemeinde stattfinden, ist ein Abmeldeschein (Dimissoriale) vom Pfarramt Ihres Wohnortes erforderlich.

    Es ist uns ein Anliegen, Sie als Familie auch nach der Taufe zu begleiten. Dazu bietet die Thomasgemeinde eine Vielzahl an Veranstaltungen (z.B. Krabbel- und Kindergottesdienste, Winterspielplatz) und regelmäßiger Kreise (z.B. Kinderchöre) an. Informationen dazu erhalten Sie auf unserer Homepage und bei Diakon Glaser.

  • add Das Patenamt

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    Als Pate oder Patin legen Sie mit den Eltern zusammen stellvertretend für das Taufkind das Taufbekenntnis öffentlich ab. Sie versprechen, den Eltern bei der christlichen Erziehung zu helfen und den Täufling auf dem Weg des Glaubens zu begleiten. Durch Ihr Vorbild und Ihre Begleitung können und sollen Sie Ihr heranwachsendes Patenkind im Sinne christlicher Werte und gelebten Glaubens unterstützen.

    Nach der Taufordnung unserer Landeskirche soll ein Pate/eine Patin evangelisch sein, der/die andere/n kann/können auch einer anderen Mitgliedskirche der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (AcK) angehören. (Liste der Mitglieder unter www.ack-bw.de; Registerkarte: wir über uns)

    Das Patenamt ist ein kirchliches Amt – Konfessionslose, Ausgetretene oder Angehörige anderer Religionen können dieses Amt laut Taufordnung nicht übernehmen. Sie sind aber natürlich herzlich eingeladen, am Taufgottesdienst als Zeuge/Zeugin teilzunehmen.
    Die Taufe hängt nicht am Vorhandensein von ‚gültigen‘ Paten. Es sollte nur in irgendeiner Form gewährleistet sein, dass das Kind nach seiner Taufe auch im christlichen Glauben erzogen wird bzw. mit seinen Inhalten vertraut gemacht wird.
     

  • add Zur Vorbereitung

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    Nachdem Sie im Gemeindebüro einen Tauftermin vereinbart haben, wenden Sie sich bitte an den/die zuständige PfarrerIn. Er/sie wird ein Taufgespräch mit Ihnen führen, bei dem Sie sich persönlich kennenlernen und alle organisatorischen und inhaltlichen Fragen rund um die Taufe klären können. Auch die Taufanmeldung erfolgt im Taufgespräch. Dazu benötigen Sie Ihr Familienstammbuch (sofern vorhanden) und eine Kopie der Geburtsbescheinigung des Kindes.

    Taufpaten benötigen eine Patenbescheinigung als Nachweis der Mitgliedschaft in einer christlichen Kirche. Sie erhalten diese kostenlos auf dem Pfarramt ihres Wohnortes.

    Die Täuflinge bekommen bei der Taufe einen biblischen Vers als Taufspruch zugesprochen – eine Art Motto oder Leitwort für den Lebensweg. In der Regel wählen die Eltern diesen Taufspruch für Ihr Kind aus. Gerne können Sie sich schon nach geeigneten Bibelworten umsehen. Wenn Sie dafür Unterstützung brauchen, empfehlen wir folgende Datei (pdf) oder folgenden link: www.taufspruch.de

    Als Tauffamilie können sie den Gottesdienst gerne aktiv und individuell mitgestalten, z.B. in dem Sie als Eltern, Paten, Großeltern oder Freunde eine Lesung oder ein Gebet übernehmen, sich ein passendes Lied aussuchen oder ein Musikstück beitragen. Die genaueren Absprachen dazu treffen Sie ebenfalls im Taufgespräch mit dem/der zuständigen PfarrerIn.

    Hilfreiche Hinweise finden Sie auf der Homepage www.evangelisch.de/taufbegleiter/132215/zur-taufe

  • add Wie läuft ein Taufgottesdienst ab?

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    Download Ablauf

  • add Die Nottaufe

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    Wenn ein ungetaufter Mensch in eine lebensbedrohliche Situation gerät, kann auf seinen Wunsch bzw. bei Kindern auf Wunsch der Eltern unverzüglich eine Taufe stattfinden. Ist es nicht mehr möglich, eine Pfarrerin oder einen Pfarrer zu rufen, kann jeder Christ eine solche Nottaufe vollziehen.

    Dazu kann die Ordnung des Taufgottesdienstes verwendet werden, die im württembergischen Gesangbuch unter Nr. 695 zu finden ist. Drängt die Zeit sehr, reicht es aus, dreimal Wasser auf die Stirn des Täuflings zu gießen und dazu zu sprechen: "NN, ich taufe dich auf den Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes."

    Eine Nottaufe gilt als vollgültige Taufe, sie wird im Kirchenregister erfasst. Bitte wenden Sie sich dazu im Nachhinein an das Gemeindebüro. Sie können nachträglich Paten benennen und eingetragen lassen. Eine Wiederholung der Taufe ist auch in diesem Fall nicht möglich.

    Gottes Gnade ist nicht an die Taufe gebunden. Wir wissen auch die Kinder, die vor oder kurz nach der Geburt sterben, in Gottes guter Hand.