Aufruf zu Kirchenwahlen

© Pixabay Lizenz

Den Anliegen von Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung ist die Thomas­gemeinde seit vielen Jahren ver­pflichtet. Klimawandel, gerechtes Wirtschaften und gutes Leben für alle sind und bleiben aktuelle Heraus­forderungen für unsere Gesellschaft. Was ist uns (noch) heilig? Was sagen wir als Christen auf die Fragen unserer Zeit? Wie schaffen wir es, Menschen für den Glauben, für die Sache Jesu zu begeistern?

  • add Für eine weltoffene Kirche eintreten

    Wir verstehen Kirche als einen Ort und eine Gemeinschaft, die niemanden ausschließt. Wir alle sind von Gott gleich geachtet und so nehmen wir jeden Men­schen wahr. Kirche in der Nachfolge Jesu Christi tritt gegen Diskriminierung und Abwertung von Menschen ein. Unsere Kirche soll immer und immer mehr ein Ort der Offenheit und Vielfalt bleiben und werden. Ein Artikel im Gemeindebrief führt das noch weiter aus.

    Wir ermutigen alle Gemeindeglieder, die Kirchenwahlen am 1. Dezember 2019 als Chance zu begreifen, für eine weltoffene und plurale Kirche einzutreten.

    Wir bitten alle Gemeindeglieder die Positionen und Programme der verschiedenen Beteil­igten bei den Kirchenwahlen zu überprüfen und zu bewerten und von ihrem Wahlrecht Ge­brauch zu machen. Die Stuttgarter Kandidatinnen für die Landessynode stellen sich an verschiedenen Terminen vor.

    Es gilt Kirche und Gesellschaft vor Ort und übergreifend zu gestalten im Kirchengemeinderat und in der Landessynode. Wir freuen uns, dass sich schon Kandidatinnen für unseren Kir­chen­gemeinderat gibt – gern darf man sich bei Interesse auch noch melden oder Vorschläge einreichen.
    Jesus gab uns den Auftrag in seinem Namen „Salz der Erde und Licht der Welt“ zu sein und in diesem Sinne seine Kirche zu sein. So möge es sein.

    Gabriele Veil (1. Vorsitzende des Kirchengemeinderates) Pfarrerin Mirja Küenzlen (2. Vorsitzende des Kirchengemeinderates)

  • add Aus der Arbeit des KGR

    Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. (2. Timotheus 1,7) Wir setzen uns dafür ein, dass unsere Gesellschaft sozial gestaltet wird und allen Menschen Teilhabe ermöglicht. Gott will, dass wir unsere Nächsten lieben, ganz gleich, wer unsere Nächsten sind. Unsere Gemeinde soll Menschen eine Heimat im Glauben geben und dabei wollen wir niemanden ausgrenzen.
     Wer Menschen verächtlich macht, weil sie anders oder fremd sind, handelt gegen Gottes Gebote. Deshalb sind alle Worte und Taten, die das Ziel haben, Menschen wegen ihres Geschlechts, ihrer Herkunft, ihrer religiösen und poli­ti­schen Anschauung, ihrer sexuellen Orientierung, Sprache oder Behinderung auszugrenzen nicht mit der Botschaft des Evange­liums von Jesus Christus vereinbar. Deshalb setzt sich die Thomasgemeinde als „Regen­bogen­gemeinde“ gegen die Diskriminierung von Menschen gleichgeschlechtlicher Orien­tierung in unserer Kirche ein. Deshalb ist der Konfi-Unterricht offen für Kinder mit unter­schiedlichen Begabungen und wir bieten einem jungen Mann, der aus seinem Heimatland geflüchtet ist, Asyl damit er Chancen auf ein gerechtes Verfahren bekommt. Die Unterstützung von seelischer Gesundheit liegt uns am Herzen, daher haben wir diesem Anliegen im vergangenen Jahr ein besonderes Projekt gewidmet.  Dies sind konkrete Beispiele für Grundlinien, die uns in der Thomasgemeinde wichtig sind. Grundlinien die wir auch in der kontinuierlichen Arbeit – in Gottesdienst, Seelsorge und der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Erwachsenenbildung und Begleitung von Menschen in den Übergängen des Lebens handlungsleitend sind.
    Wir sind uns bewusst, dass es uns immer auch nur bruchstückhaft gelingt, den Willen Gottes zu leben. Aber jeder Weg gelingt durch viele kleine Schritte.